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Krampfadern

  • Venenklinik

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  • Fillertherapie

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  • Gefäßchirugie

Gesunde Venen transportieren das sauerstoffarme Blut zum Herzen zurück. Man unterscheidet zwischen oberflächlichen und tiefen Venen. Für den Transport des Blutes sind gesunde Venenklappen erforderlich, die einen Rückstrom des Blutes verhindern.

Besteht eine Venenklappenschwäche im oberflächlichen Venensystem, bilden sich sichtbare Krampfadern aus. Hauptsächlich sind die Stammvenen von Krampfader-Erkrankungen betroffen. Stammvenen sind oberflächliche Venen, die an der Innenseite des Beines oder in der Mitte der Wade verlaufen. Die Krampfadererkrankung (Varicosis) ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Durch die erkrankten Venen kommt es zu einem Rückstau des Blutes. Dies kann unbehandelt zu Schwellungen und Schweregefühl bis hin zu Hautveränderungen mit Verfärbungen, Entzündungen und schließlich zu offenen Geschwüren (Ulkus) führen.

 

Diagnostik

Viel Zeit nehme ich mir für das Gespräch mit Ihnen, bei dem Ihr persönliches Beschwerdebild und eine ausführliche Anamnese (Vorgeschichte) Ihrer Beschwerden im Vordergrund stehen.

Im Anschluss daran erfolgt eine farbkodierte Doppler- und Duplexsonographie (Ultraschalluntersuchung) des Venensystems. Auf der Grundlage dieser Diagnostik kann die Funktion des tiefen und oberflächlichen Venensystems genau beurteilt werden und eine Einteilung in Stadien (Schweregrade) der Venenerkrankung erfolgen.

 

Therapie

Entsprechend der Beschwerden und des Stadiums der Erkrankung werden die Therapieoptionen in einem ausführlichen Gespräch besprochen.

 

  1. konservative Behandlung
    Häufig reicht zur Behandlung der Varicosis schon eine Kompressionsbehandlung aus, am besten kombiniert mit ausreichender Bewegung. Die Kompressionsstrümpfe werden individuell angepasst. 

     

  2. Sklerosierungsbehandlung
    Bei der Sklerosierung wird ein Medikament, flüssig oder in einer Schaumkonsistenz, mit einer sehr dünnen Nadel in die zu behandelnden, erkrankten Venen eingespritzt. Besonders gut geeignet für die Sklerosierung sind störende Besenreiser. Aber auch größere Krampfadern können so sehr schonend behandelt werden. 

     

  3. Minimal invasive Operationsverfahren
    Für die operative Behandlung der Varicosis werden sehr schonende minimalinvasive Operationsverfahren angewandt. Dabei wird die erkrankte Vene mittels eines speziellen Katheters über Energieabgabe (Wärme) von innen verschlossen. Dazu ist nur ein Minischnitt erforderlich. Die Operation ist nahezu schmerzfrei und kann auch in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Diese Behandlungsmethoden sind sehr sicher und effektiv.

    Die gängigsten minimalinvasiven Operationsverfahren sind die

    • Radiofrequenztherapie (ClosureFast

    • Lasertherapie (iMS)

    • VenaSeal 

      Das VenaSeal-Verfahren gehört zu den neueren Methoden der schonenden Krampfaderbehandlungen. Dabei wird ein Gewebekleber über einen Katheter in die erkrankte Vene eingebracht und die Vene damit verschlossen.
       

  4. Konventionelle Operationsverfahren
    Vor über 100 Jahren wurde das Strippingverfahren von Dr. Babcock entwickelt und wird auch heute noch in seltenen Fällen in abgewandelter Form durchgeführt. Beim Strippingverfahren wird die erkrankte Vene über einen kleinen Schnitt in der Leiste oder Kniekehle entfernt.

     

  5. Phlebektomie
    Bei der Phlebektomie werden sichtbare Krampfadern über Minischnitte entfernt. Dies kann in Kombination mit einem minimalinvasivem Operationsverfahren erfolgen oder als eigenständige Operation, wenn die Stammvene gesund ist. 

 

Thrombose

 

Krampfadern können Thrombosen in oberflächlichen und tiefen Venen verursachen. 

Aber auch längere Bettruhe, Langstreckenflüge, Übergewicht und genetische Disposition können, neben anderen Ursachen, zu einer Thrombose führen.

Die Thrombose ist ein Verschluss in einem Venensegment und verursacht Rötungen, Schwellung des Beines und Schmerzen. Eine Thrombose im tiefen Venensystem kann eine Lungenembolie zur Folge haben. Bei dem Verdacht auf eine Thrombose wird eine Untersuchung mit Farbduplexsonographie durchgeführt. Dadurch kann die Diagnosestellung schnell und sicher erfolgen und entsprechende Behandlungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Arterielle Verschlusskrankheit

(AVK)

Venen und Arterien bilden das System unserer Blutgefäße. Die Arterien sind dabei für die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff verantwortlich. Engstellen, Verschlüsse oder Ablagerungen in den Arterien (Arteriosklerose) führen zu einer Minderversorgung des Gewebes, zum Beispiel der Muskulatur. Dadurch wird unter Belastung, wie beim Sport oder Bergaufgehen, die Muskulatur nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Es treten dann Schmerzen in den Muskeln auf und man muss stehen bleiben. Das sind die typischen Symptome der sogenannten Schaufensterkrankheit. 

Ursachen der AVK sind u.a. Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Fettwerte im Blut oder Diabetes mellitus.

Arteriosklerose im Bereich der Halsschlagader kann zu Engstellen und Schlaganfall führen.

Zur Untersuchung und Beurteilung der Arterien ist die Farbduplexsonographie eine sehr sichere und aussagefähige Untersuchungsmethode, auf deren Grundlage dann entsprechende therapeutische Schritte eingeleitet werden können.